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Andalusien

Andalusien ist die südlichste der autonomen Regionen Spaniens, im Norden an Kastilien-La Mancha und die Extremadura und im Süden an das Mittelmeer und den Atlantik grenzt. Weitere Nachbarn sind Murcia im Osten und Portugal im Westen.

Wer von Andalusien hört, denkt als erstes an den feurigen Flamenco, der die Region bekannt gemacht hat. Andalusien und seine Hauptstadt Sevilla haben jedoch deutlich mehr zu bieten als die typischen Merkmale Spaniens wie Sonne, Strände, Musik und Tanz. Das sind z.B. die maurisch geprägte Architektur in den Städten, herrlich gelegene Golfplätze an der Costa del Sol oder schneebedeckte Berge in der Sierra Nevada. Während die Urlauber in den Badeorten Marbella und Nerja an der Costa del Sol in der Sonne noch schwitzen, kann man in den Bergen der Sierra Nevada schon Ski fahren. Die Fläche Andalusiens ist vergleichbar mit Portugal im Westen und teilt sich auf die acht Provinzen Malaga, Cadiz, Granada, Almeria, Cordoba, Jean, Huelva und Sevilla auf.


Obwohl die Wirtschaft Andalusiens bis heute vorwiegend land- und forstwirtschaftlich mit Viehzucht und Jagd geprägt ist, spielt der Tourismus eine zunehmende Rolle für die Einnahmen der Region. Die beliebtesten Gebiete der spanischen Touristen und dem restlichen Europa sind die Costa del Sol am Mittelmeer und die stark maurisch geprägten Städte Sevilla, Córdoba und Granada mit ihren teils weltberühmten Sehenswürdigkeiten. Surfer fühlen sich auch an der Costa de la Luz am Atlantik sehr wohl. Die beste Reisezeit für Andalusien ist der Frühling mit durchschnittlichen Temperaturen um die 20 °C, aber es lässt sich in Andalusien mit milden 15 °C auch herrlich überwintern. Im Sommer kann es in Andalusien jedoch sehr heiß und trocken werden, so daß eine durchaus lohnenswerte Stadtbesichtigung kaum zu ertragen ist, insbesondere in Sevilla. 

Die Küche Andalusiens ist einerseits geprägt durch Fisch und Meeresfrüchte aus dem Mittelmeer, aber auch bekannt für die in Andalusien beliebten Tapas, die man beinahe an jeder Straßenecke in einer der vielen Tapas Bars erhält. Andalusien wäre nicht Andalusien ohne die milden Nächte mit ihrem ausgerpägten Nachtleben voller Musik, Tanz und Folklore, bei dem der Flamenco nach wie vor eine große Rolle spielt. Die Andalusier vergügen sich auch gerne in den Discotheken und Cocktail-Bars.

Die fast 1.000 Jahre anhaltende arabische Herrschaft ab dem 7. Jahrhundert haben solche Sehenswürdigkeiten wie die Alhambra in Granada oder die Mezquita in Cordoba zurückgelassen. Neben den Mauren waren aber auch viele andere Völker in Andalusien unterwegs und haben der Region ihre Spuren aufgedrückt, insbesondere die Römer. So ist es nicht verwunderlich, daß Andalusien zwar ein Teil Europas ist, aber viele seiner Eigenheiten bis heute bewahrt hat, insbesondere die religiösen Prozessionen und Pilgerfahrten, von denen sich einige zu wahren Touristenattraktionen entwickelt haben.

Größte und wichtigste Stadt in Andalusien ist Sevilla, die schon seit jeher große Wirkung auf seine Besucher ausstrahlte. Die Stadt ist so farbenfroh, quirlig und duftend wie kaum eine andere spanische Stadt, leidet aber zunehmend unter ihrer Beliebtheit und Größe. Trotzdem gehört Sevilla zweifelsohne zu den schönsten Städten in Spanien und ist (beinahe) zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Nur im Sommer ist ein Besuch der heißesten Stadt Europas nicht empfehlenswert, wenn das Thermometer auch schon mal weit über 40 °C steigen kann. Die Zahl der Sehenswürdigkeiten in Sevilla ist vergleichbar mit Barcelona und an einem Tag kaum zu schaffen. Baustil und Architektur sind stark geprägt von den Mauren, die lange Zeit in Sevilla geherrscht haben. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale von Sevilla (Santa Maria de la Sede) und die 
Giralda (Minarett der ehemaligen Moschee von Sevilla).

Die beliebteste Provinz in Andalusien ist Malaga, insbesondere die rund 170 Kilometer lange Küste der Costa del Sol, deren Flughafen in der gleichnamigen Provinzhauptstadt Malaga von nahezu allen großen Reiseveranstaltern und Billigfliegern angeflogen wird. Günstige Flüge und Pauschalreisen nach Andalusien sind daher zu jeder Jahreszeit leicht zu finden. Neben dem Badeort Marbella sind auch die kleineren weißen Dörfer Ronda, Casares, Ojen und Antequera sehr sehenswert. Wer etwas mehr Ruhe sucht, findet diese vorwiegend im Hinterland von Andalusien und an der östlichen Küste der Costa del Sol.

Nicht weniger schön als die Provinz Malaga ist Granada, deren gleichnamige Provinzhauptstadt genauso wie die anderen Städte Andalusiens zu den schönsten Städten in Spanien gehört. Granada ist eine überschaubare Kleinstadt, über der die berühmte Alhambra und die Gletscher der Berge in der Sierra Nevada thronen.





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