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Südostasien

Südostasien gehört politisch und geographisch zum asiatischen Kontinent und umfasst die Länder, die sich östlich von Indien und südlich von China befinden, also insbesondere Brunei, Indonesien, Laos, Kambodscha, Malaysia, Myanmar (früher Birma), Phillipinen, Singapur, Thailand und Vietnam.

Wie der Begriff Südostasien schon verrät geht es um die Region des südlichen und östlichen Asiens, dessen Festland von China im Norden durch hohe Gebirge getrennt wird. Ein großer Teil Südostasiens sind Inseln, bestehend aus den Inselgruppen von Malaysia, Phillipinen und Indonesien, die sich bis vor die Küste von Australien erstrecken. Im Westen und Süden grenzt Südostasien an den Indischen Ozean und im Osten an den Pazifik. Bekannt ist die Straße von Malakka, die den indischen Ozean und den Pazifik voneinander trennt und eine der bedeutendsten Handelsrouten der Welt ist.

Zu den heutigen Staaten von Südostasien gehören Brunei, Indonesien, Laos, Kambodscha, Malaysia, Myanmar (früher Birma), Osttimor, Phillipinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Wegen seinem Reichtum an Rohstoffen und Gewürzen waren die meisten Länder Südostasiens viele Jahrhunderte umkämpft zwischen den Kolonialmächten Portugal, Großbritannien, Spanien und Holland. Das Inselreich Phillipinen ist beispielsweise benannt nach dem spanischen König Phillip II. Zuletzt kamen die Franzosen nach Südostasien, insbesondere auf das Festland von Südostasien mit Vietnam, Kambodscha und Laos, das als Französisch-Indochina bekannt wurde.

Nach einer langen Phase der Nationalisierung fanden die einzelnen Staaten Südostasiens in den 1990er Jahren im Rahmen der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) nach dem Vorbild der Europäischen Union wirtschaftlich und politisch zunehmend zueinander. Inzwischen gilt  der Verband der südostasiatischen Nationen unter dem Begriff ASEAN als bedeutendstes politisches, wirtschaftliches und soziales regionales Bündnis nach der Europäischen Union. Während anfangs nur die Verbesserung der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenarbeit im Blickpunkt stand, kamen später auch Sicherheits-, Kultur- und Umweltinteressen hinzu. Seitdem wurden zahlreiche ASEAN-Organisationen gegründet, darunter das ASEAN-Regionalforum (ARF) für Sicherheitsfragen, die ASEAN-Freihandelszone (AFTA) zur Förderung des Handels, die ASEAN Investment Area (AIA) zur Förderung gegenseitiger Direktinvestitionen. Im September 2009 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der ASEAN-Mitglieder, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum nach europäischem Vorbild zu gründen.

Eine der größten Hürden im Zusammenfinden der südostasiatischen Länder waren die vielen unterschiedlichen Religionen, wobei Buddhisten und Moslems den größten Teil der Bevölkerung Südostasiens ausmachen. Hauptreligion in Südostasien ist der Buddhismus, der vor allem auf dem Festland verbreitet ist, also in Thailand, Myanmar, Kambodscha, Laos und Vietnam. Der Islam ist dagegen vorwiegend auf den Inseln vorherrschend, insbesondere in Indonesien, Brunei und Malaysia. In Phillipinen und Osttimor findet man auch viele Zeichen des Christentums, der dort verbreitet ist.





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